AUSSTELLUNGEN
Aktuell
2026 – Die Ausstellungen zum 150. Geburtsjahr von Joseph Schneiderfranken, Dom Kultury Görlitz
Anlässlich des 150. Geburtstags von Bô Yin Râ (25. November 1876 † 14. Februar 1943) finden 2026/27 zwei Ausstellungen statt, die Werk, Wirkung und historischen Kontext seines Schaffens in den Mittelpunkt stellen.
Die Ausstellung zum Lehrwerk von Bô Yin Râ ist vom 28. Mai bis 4. Oktober 2026 in der Schatzkammer der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften der Görlitzer Sammlungen im Barockhaus Görlitz zu sehen.
Die
Rekonstruktion der Gemäldeausstellung von Joseph Schneiderfranken 1919 in Görlitz, die – wie bereits vor über hundert Jahren –
am selben Ort im Dom Kultury (ehemalige
Oberlausitzer Gedenkhalle)
stattfinden wird, beginnt am 27. November 2026 und endet am 14. Februar 2027. Mit dieser Ausstellung wird der Beginn des Jakob-Böhme-Bundes nachvollzogen, der sich durch Schneiderfrankens Einzelausstellung von 1919 eröffnete. Historisches
Ausstellungsheft von 1919
ansehen.
Felsenküste auf der Insel Syra (2) von Bô Yin Râ
Historie
Vom 10. August bis 6. September 1919 fand eine Einzelausstellung mit 66 Gemälden von Bô Yin Râ unter dem Titel Griechische Landschaften, Deutsche Landschaften & Blumenstücke statt.
Nachzulesen in
Magische Blätter,
Band 5
(2021).
1921 – Erste Ausstellung des Jakob-Böhme-Bundes in der Stadthalle Görlitz
Am 22. Mai 1921 eröffnete die erste Ausstellung des historischen Jakob-Böhme-Bundes in der Görlitzer Stadthalle, in der der Bilderzyklus Welten von Bô Yin Râ erstmals gezeigt wurde.
Dokumentiert in
Magische Blätter,
Band 6
(2021).
Der Jakob-Böhme-Bund wurde im Juni vorigen Jahres gegründet
von einigen hier wirkenden Künstlern, denen es eine würdige Aufgabe zu sein schien,
aus den oft fragwürdigen Versuchen modernster Kunstübungen herauszugelangen,
die sich alle gemeinsam vor die Erkenntnis gestellt sahen,
dass das Gute der neueren Kunststrebungen nur dann zur allmählichen Auswirkung gelangen können,
wenn sich die derart strebenden Künstler bewusst in den Dienst der Seele stellen würden.
Wenn sie bewusst einer Art Sakralkunst zustreben wollten.
JOSEPH ANTON SCHNEIDERFRANKEN,
NEUER GÖRLITZER ANZEIGER, 1921

Ausstellung von Fritz Neumann-Hegenberg, Bankettsaal der Stadthalle Görlitz, 1919
Elementar für die Findung, Vorgeschichte und Gründung der Künstlervereinigung war die Ausstellung des Mitbegründers und Malers Fritz Neumann-Hegenberg im Jahr 1919. Die Konzertsängerin Hildegard von Lyncker Neumann-Hegenberg, Ehefrau des Künstlers, schrieb hierzu 1956:
„Schneiderfranken, den wir beide bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht persönlich kannten, kam zur Vorschau der Bilder. Er ging schweigend durch die Säle. Tagsdrauf bei der Eröffnung hielt er eine Ansprache, die meinen Mann und mich zutiefst berührte und erschütterte! „Woher kennt mich denn dieser Mensch?” Dieser Weise und Seher eröffnete neue Erkenntnisse und Wege für Neumann-Hegenberg! Es mag wohl auch nicht oft sein, dass Männer in diesem Alter sich noch in Freundschaft finden können. Vier Jahre des Zusammenwirkens im Kunstleben kamen noch für beide. Unter anderem entstand der Jakob-Böhme-Bund, eine Vereinigung schaffender Künstler, in die nur wenige zur Mitgliedschaft aufgefordert wurden, die nach ihrer Einstellung sich eigneten. Zu diesen wenigen gehörten Hans Poelzig, Gustav Meyrink, Hermann Stehr, Carl Hauptmann und Hans Heinz Stuckenschmidt.”
Im Zuge der Forschungen entstand die Vorstellung, dass Schneiderfranken den Werkbestand des Kulturhistorischen Museums (Görlitzer Sammlungen) – der im Dritten Reich stark dezimiert wurde – um Exponate überregionaler Vertreter des Jakob-Böhme-Bundes ergänzen würde, um ein vollständiges Bild zu schaffen. Diesem Impuls folgend wurden u.a. Werke erworben, die in den Ausstellungen
Die Suchenden – Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes (1920-2024) im Mai 2024 in den Görlitzer Sammlungen sowie
Für die Unsrigen
im April 2025 im Dom Kultury in Görlitz
präsentiert wurden.
2024 – Retrospektive „Die Suchenden – Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes 1920-2024“, Görlitzer Sammlungen
Ein Höhepunkt der Verlagsreihe Magische Blätter war 2024 die Retrospektive in den Görlitzer Sammlungen, die vom 4. Mai – 17. November 2024 im Kaisertrutz, zum 400. Todesjahr Jacob Böhmes stattfand.
Exposé
Ausstellung ·
Interview mit Kurator Kai Wenzel · Programm
„Die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur danken sehr herzlich Klaus Weingarten,
Jan Korthäuer und Ronald Steckel † für ihre mehrjährigen Recherchen zum Jakob-Böhme-Bund.” (S. 8)
„Von Februar 2020 bis Dezember 2023 gab der Künstler Klaus Weingarten eine neue Folge der
„Magischen Blätter” im eigenen Verlag heraus. In 16 Bänden versammelte sie zahlreiche seltene Quellentexte über den Jakob-Böhme-Bund und seine Aktivitäten. Darüber hinaus enthalten sie aktuelle Betrachtungen zur Mystik, die die Ideen des Jakob-Böhme-Bundes fortführen. Für die heutige Suche nach dem Bund bilden
die neuen „Magischen Blätter” einen zentralen Ausgangspunkt.” (S. 9)

Ausstellung Die Suchenden – Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes 1920-2024 © Görlitzer Sammlungen
Die Ausstellung und der begleitende Katalog sind das Ergebnis intensiver, mehrjähriger Recherchen – die Suche nach dem Jakob-Böhme-Bund erwies sich als herausfordernd. Beides bildet einen bedeutenden Zwischenschritt, markiert jedoch nicht den Abschluss der Nachforschungen, sondern eröffnet neue Perspektiven und Fragen, die künftig vertieft werden.
DIE SUCHENDEN
Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes
KATALOG GÖRLITZER SAMMLUNGEN, 104 Seiten
19,90 €
Versandbedingungen
Görlitzer Sammlungen
2025 – Ausstellung „Für die Unsrigen – Ein Impuls.
In Memoriam Ronald Steckel“, Dom Kultury Görlitz
Die
Ausstellung
vom 11. April bis 8. Juni 2025
im Dom Kultury dokumentierte die künstlerische Entwicklung des
neuen Jakob Böhme Bundes sowie Werke von 19 internationalen Künstlerinnen und Künstlern.
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Filmplakat, Morgenröte im Aufgang - Hommage à Jacob Böhme, Film von Max Hopp, Jan Korthäuer, Ronald Steckel und Klaus Weingarten, Uraufführung 15. Mai 2015,
Louis Swagerman, Lux in tenebris IV, 2005
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Veit-Johannes Stratmann, Nicht Ich, der ich der Ich bin, Jakob Böhme, 2022
Jacob-Böhme-Bund, Morgenröte im Aufgang-Plakat, 2019
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Michael Stratmann, Nadel, Eisen feuergeschweißt, 2012,
Michael Stratmann, Stele, Flachstahl geschmiedet, 2001,
Esteban Kleist, Ohne Titel, Lindenholz, Eisen, Acrylfarbe, 2019,
Ad Swinkels, Ohne Titel, Keramik
© Fotografin Hauke Johanna Gerdes
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Künstlerische Freiheit und Offenheit – frei von den Zwängen eines festen Manifests – prägen sowohl den historischen als auch den neuen Bund. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis des Menschen zu Gott.
Wie Ronald Steckel, Künstler und Mitbegründer des Projekts, betonte, geht es um: „Die Arbeit an sich selbst“ – ein Leitgedanke, der das Gesamtwerk prägt.
Der Veranstaltungsort trägt historische Bedeutung: Als ehemalige Oberlausitzer Gedenkhalle (Kaiser-Friedrich-Museum) war er 1919 Schauplatz der Einzelausstellung von Bô Yin Râ Griechische Landschaften, Deutsche Landschaften & Blumenstücke und trug 1920 gemeinsam mit Fritz Neumann-Hegenberg zur Gründung des historischen Jakob-Böhme-Bundes bei.
Einladung & Programm · Ausstellungsplakat · Das Reich der Kunst-Plakat
Künstlerinnen & Künstler:
Hauke Johanna Gerdes / Hannover
Esteban Kleist / Weißling bei München
Almut Kleist / Weißling bei München
Jan Korthäuer / Hannover
Organisation zur Umwandlung des Kinos / Hannover
Herbert Sax Baerlocher / Fextal (CH)
Sarah Havah Theebaum / Winchester (USA)
Veit-Johannes Stratmann / Krefeld
Louis Swagerman / Amsterdam (NL)
Der bildstarke 17. Abschlussband Almanach der Magische Blätter 2026 ergänzt die begleitenden Ausstellungen und markiert den Gipfelpunkt dieser einzigartigen Spurensuche.
Ab sofort ist er als Einzelband sowie als Spezialedition mit allen 17 Bänden der
Magischen Blätter
bestellbar.
ALMANACH DER MAGISCHEN BLÄTTER 2026
Zum 150. Geburtsjahr von
Joseph Anton Schneiderfranken
BUCH, 455 Seiten
20,00 €
zzgl. Versand *
2025 – Philosophus Teutonicus & Plenum des Jakob Böhme Bundes zum Filmprojekt, Kultur Salon Görlitz
Am Tag des offenen Denkmals, den 13. September 2025 wurde im Kultur Salon in Görlitz erstmalig das Hörstück Philosophus Teutonicus – Eine Reise auf den Spuren Jacob Böhmes, des ersten deutschen Philosophen aufgeführt. Text, Erzähler und Musik stammten von Ronald Steckel (1993, 70 Min.).
Anschließend fand das Plenum des Jakob Böhme Bundes statt. Klaus Weingarten erläuterte, wie das Filmprojekt auf Grundlage jahrelanger Recherchen die Jahre 1920 bis 1924 des Jakob-Böhme-Bundes rekonstruieren und sichtbar machen will.
Die 1920 gegründete Künstlervereinigung verwandelte Görlitz für kurze Zeit in ein Zentrum moderner Sakralkunst, in dem das geistige (nicht mentale) Klima und optimale Wachstumsbedingungen für die Entwicklung junger Künstler gefördert wurden. Ziel des Projekts ist es heute, die Stadt Görlitz aktiv in die Filmproduktion einzubeziehen und das kulturelle Erbe lebendig erfahrbar zu machen.
Im Plenum wurden erste Skizzen und Arbeitsergebnisse vorgestellt – die Beteiligung der Öffentlichkeit ist ausdrücklich erwünscht. Schreiben Sie uns:
kontakt@verlagmagischeblaetter.eu















